EnDOSkopie – Atomix

27. September 2016

Früher war nicht alles besser, aber vieles gut. Computer wie der Amiga hatten ihren einzigartigen Charme, Betriebssysteme wie DOS hatte man durch und durch im Griff. In Zeiten, in denen man eher das Gefühl hat, Betriebssysteme und Programme hätten die User im Griff, wird es Zeit, einen Blick in die Vergangenheit zu wagen.

In der ersten Ausgabe der Rubrik EnDOSkopie möchte ich ein Spiel aufgreifen, welches, vielleicht auch vom Spielprinzip her, vielen unbekannt sein dürfte. Das Spiel Atomix.

Spielprinzip

Knackige Level erwarten den Spieler.

Knackige Level erwarten den Spieler.

Im Kern handelt es sich um ein Puzzle-Spiel. In unterschiedlichen Levels sind die Atome eines vorgebenden Moleküls verteilt. Der Spieler muss das Molekül zusammen setzen, wie es aussehen soll, wird in einem kleinen Fenster gezeigt. Dabei gibt es aber zwei Probleme. Das erste Problem besteht darin, dass man die Atome nicht verschieben kann wie man will, sondern nur von einer Wand zur nächsten. Dazwischen kann man nicht bremsen. Man muss also genau überlegen, welche Atome man in welcher Reihenfolge verschiebt, damit am Ende das gewünschte Molekül entsteht. Damit das nicht zu einfach wird, hat der Spieler nur wenig Zeit. Nach heutigen Maßstäben sogar sehr wenig. Das führt dazu, dass man sehr schnell denken und handeln muss und man sich mit steigendem Schwierigkeitsgrad keine oder zumindest kaum Fehler erlauben darf. Wie damals (1990) üblich, gehört das Scheitern zwangsläufig dazu. Wenn man dennoch scheitert, kann man gegen Punktabzug das Level an dem Punkt fortsetzen, an dem man gescheitert ist. Man bekommt ein paar Minuten für seine Punkte spendiert und kann weiter machen.

Ein schönes Gefühl, wenn man dabei ist, das Puzzle zu lösen.

Ein schönes Gefühl, wenn man dabei ist, das Puzzle zu lösen.

Der Reiz

Abgesehen vom Schwierigkeitsgrad liegt der Reiz vorwiegend beim Thema. Wer sich auch nur ein wenig für Chemie begeistern kann, wird das Spiel lieben. Wer nicht, der kann mit dem Spielprinzip dennoch Spaß haben und lernt dadurch auch ein wenig. Nicht nur, wie die Moleküle aufgebaut sind, sondern auch, wie viele Bindungsarme die Atome haben. Die Chemienote dürfte sich durch das Spiel zumindest einmal nicht verschlechtern.

Das Original bietet leider keinen Sound. Außerdem hat es zwar einen Mehrspielermodus für zwei Spieler, der bietet aber leider keinen Reiz und wirkt eher verwirrend. Die 25 Level bieten zwar Spaß für ein paar Stunden, ewig hält die Freude aber nicht.

Alter Wein in neuen Schläuchen

Von guten alten Spielen gibt es meist auch Remakes, so auch von Atomix. Atomix 2004 ist eine Freeware von Volker Stepprath. Es bietet sowohl den klassischen und einen neuen Spielmodus, Musik und eine Maussteuerung. Obwohl das Spiel ebenfalls schon etwas älter ist, läuft es unter Windows 10.

 

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